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Chess Tigers
U-Turn ist das längst vergangene Synthy-Musikprojekt von Thorsten Adam und mir in der Zeit 1987 bis 1991. Am Freitag war Anreise und Aufbau, lange Nächte, die wir mit Soundschrauberei verbrachten. Abreise am Sonntag mit ein bis drei Stücken auf Kassette. Unser Equipment bestand aus Sequential Circuits Six-Track, TR-808, TR-505, Yamaha DX-7, Prophet VS, etc. Als Sequenzer benutzten wir Cubase auf C-64, Atari-ST.
Titel Dauer Größe Entstehung
Die Stücke 1-3 entstanden mit Thorsten Adam (voc, keys) und Felix Petry (sax) während eines Wochenendes auf der Burg Waldeck im Hunsrück. Burg Waldeck wird hauptsächlich an Jugendgruppen vermietet und bietet einfache Unterkünfte mit Selbstverpflegung zum kleinen Preis. Landschaftlich sehr reizvoll am bewaldeten Hunsrück gelegen, weitab vom Großstadtstreß, bot uns Burg Waldeck eine stimmungsvolle Atmosphäre und Gelegenheit zur Besinnung.
Century of Innocence 5:07 4,6MB Thorsten war von seinem Wehrdienst "geladen" und hatte für alle drei Stücke Liedtexte mitgebracht. Der Text "Century of Innocence" setzt sich u.a. mit der Frage auseinander, in welchem Maße man als Soldat aber auch als geldverdienender Angestellter für seine Taten verantwortlich ist. Alle streben nach Geld, die Konsumgesellschaft fordert ihren Tribut, die Moral bleibt auf der Strecke.
Nothing will change 4:25 4,0MB  
Life Is A Whore 4:13 3,9MB Interessanter Mittelteil mit einem selbsgebasteltem Vocoder. Skandierende Massen im Hintergrund.
Die Stücke 4-8 sind allesamt "Filmmusiken", die während meiner Zeit beim Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt (1987-1993) entstanden sind. Die Filme wurden in Handarbeit modelliert und generiert, und anschließend Frame per Frame auf Video gebannt. Jeder Frame benötigte ca. 30-60 Minuten Rechenzeit auf den großen damaligen Graphics Workstations von Sun, Evans & Sutherland, HP und DEC. Damals hatten unsere PCs 4MB RAM, und wir zitterten vor der unbezahlbaren HP-Kiste mit unvorstellbaren 128MB RAM.
Eurographics 89 1:11 1,1MB Zur Unterstützung der im Film gezeigten Unterwasserwelt, aus der ein riesiges Seemonster im Hafen von Hamburg auftauchte, borgte uns Thorsten einen der ersten Sampler und wir begaben uns mit Strohhalmen, Handtüchern und Mikrofon ins Badezimmer.
ZGDV Trailer 0:23 0,4MB Während des wie ein Nachrichtenlogo gehaltenen ZGDV-Trailers (Zentrum für Graphische Datenverarbeitung) morste Thorsten zum Abschluß die Buchstaben ZGDV.
Siemens 3:58 3,6MB Der Siemens-Film war unsere erste Auftragsarbeit (400DM) und mein Startschuß in die Selbständigkeit. Der Film versprach sprachgesteuertes CAD zum Bauen von Häusern, sowie Vorabvisualisierung von Gebäuden und Fabriken. Wir setzten unter anderem einen SY77 ein.
G. Sakas 2:50 2,6MB Georgios Sakas promovierte über die Darstellung von beleuchteten, halbtransparenten Körpern wie Wolken/Nebel. Der Gag an dem dazu produzierten Film war ein aus dem Nebel heranrennender Mann mit einem großen Würfel als Kopf und einem kleinen Würfel für seinen kleinen Mann. Nachdem der Mann den Beobachter passiert hatte, erhob er sich in die Wolken. Sozusagen der erste Red Bull-Spot.
Quietscheentchen 1:08 1,0MB In Quietscheentchen versuchten wir während eines Rundgangs im virtuellen Badezimmer Spannung aufzubauen, bis der Blick des Betrachters endlich in die Wanne auf eine glückliche Quietscheentenfamilie fiel.
Die folgenden Stücke haben wir über ein Wochenende im Keller aufgenommen.
Leisure 3:22 3,1MB  
10  Stonewashed 3:33 3,3MB  
11  Faser 2:05 1,9MB  
12  Sherwood 2:52 2,6MB  
13  Loni 2:45 2,5MB  
An diesem Wochenende kam Felix Petry, mein Studienkollege und guter, dem Jazz verschriebener Musiker, zu einem unserer Treffen in Thorstens Musikkeller vorbei, und wir produzierten zwei Stücke.
14  Sea Funk 3:29 3,2MB Felix spielt Saxophon zu einer Idee von Thorsten.
15  Morning Hour 2:03 1,9MB Felix improvisiert auf der Querflöte zu jazzigen Harmonien, die er uns förmlich "aufzwängte".
16  Beans 3:58 3,6MB  
17  Buggy 1:49 1,7MB An einem unserer Musik-Wochenenden war ich alleine im Keller-Studio und spielte einen Orgelsound, als Thorsten dazukam. Er stellte die TR-808 ein und improvisierte den Bass dazu.
18  Four Funk 2:51 2,6MB  
19  Town Funk 3:33 3,3MB Hier begleitet uns Peter Zuppa an der akustischen Gitarre.
Die letzten drei Stücke 20-22 produzierten wir mit einer ausgeliehenen Fostex 8 Spur Bandmaschine. Dies ermöglichte eine bessere Soundqualität als Thorstens 4 Spur Kassettendeck.
20  Johnnie Walker 4:26 4,1MB  
21  Rectangular Houses 2:59 2,7MB  
22  Purple Silence 10:11 9,3MB Spezialstück. Wummernde Drums, indianische Flöte, Laufzeit 10 Minuten. Dieses Stück wurde dank der Bandmaschine in drei Takes gelayert.
Alle Stücke sind im ogg-Format auf Qualitätsstufe 5 (~160kbit/s) variable Bitrate aufgenommen.